1.1. Zielsetzung

Aktuelle Herausforderungen, wie z.B. die Planung und der Bau des regionalen Radschnellweges RS1 sowie der digitale Wandel von analogen Freizeitkarten zu ebenfalls mobil nutzbaren Angeboten der Kommunen, macht eine gemeinsame Abstimmung der kommunalen Datenbereitsteller im „Radroutenspeicher MetropoleRuhr“ notwendig.

Den Leitfaden „Bebauungsplanübersicht .metropoleRuhr “ und die positive Resonanz der Arbeit des Geonetzwerk.metropoleRuhr vor Augen, wurde im Winter 2015 in der Mitgliederversammlung des Netzwerkes beschlossen, dieses regionale Projekt zur Datenharmonisierung zu beginnen.

Das Arbeitsziel lautete:

Aufbau eines regionalen Radroutenspeichers Metropole Ruhr

Durch eine Datenharmonisierung gelingt es erstmals über Stadt- und Kreisgrenzen hinweg, Radrouten zu erfassen oder zusammenzuführen, sodass in nachfolgenden Anwendungen medienbruchfrei Informationen über und von Radrouten für unterschiedliche Zielgruppen veröffentlicht werden können.

Der Arbeitskreis ‚Radroutenspeicher‘ besteht aus Vertretern der Vermessungs- und Katasterämter, der Ämter für Geoinformation (Kommunen), sowie Ansprechpartner der Stadtplanungs- und Tiefbauämter. Weitere Beteiligte sind der Regionalverband Ruhr sowie die Ruhr Tourismus GmbH (RTG), die Emschergenossenschaft und der Lippeverband.

Dieser Leitfaden versteht sich als Empfehlung und soll entsprechend der Erfahrungen und Möglichkeiten der Arbeitskreismitglieder fortlaufend ergänzt werden.

Der Radroutenspeicher soll Radstreckenverläufe des regional und kommunal bedeutsamen Freizeit- und Alltagsradverkehrs beinhalten. Sachinformationen zu den Radrouten ergänzen die Information zu deren Verläufen.

Mit dem vorliegenden Leitfaden werden Standards definiert, durch die eine digitale Erhebung von Radrouten in der Metropole Ruhr vereinheitlicht wird. Durch die vorliegende Datenharmonisierung wird eine Darstellung mittels Web-Diensten in einem Informationssystem möglich. Die Dienste-Erstellung erfolgt zentral durch den Regionalverband Ruhr. Ziel ist es nicht, Radwegestandards zu definieren oder eine Anwendung zu erstellen, welche vollumfänglich die Bedürfnisse von touristischen Vermarktungsaspekten erfüllt. Die Daten sollen als „Open Data“ lizenziert zur Verfügung gestellt werden sowie kommunale Planungen des regionalen Radwegenetzes fördern.